WERMUTKRAUT130

Kräutergeist

Für das Freimeisterkollektiv hat Georg Hiebl eine Kräutergeist-Serie entwickelt, die sich vor allem für den erfahrenen Barkeeper als perfektes Werkzeug erweist. Der extrem intensive Geschmack dieser Destillate verleiht Cocktails eine komplexe geschmackliche Dimension, kann aber auch als Zutat einen klassischen Gin & Tonic neu definieren. Auch Köche und Patissiers verwenden diese Kräutergeiste gerne, um ihre Kreationen zu verfeinern.

Zutaten

Wermutkraut, Weizenfeindestillat, Wasser

WERMUTKRAUT (Artemisia absinthium)

UNTERFAMILIE: Asteroideae)
TRIBUS: Anthemideae
UNTERTRIBUS: Artemisiinae
GATTUNG: Artemisia
UNTERGATTUNG: Absinthium
VORKOMMEN: Wermut ist in trockenen Gebieten Europas und Asiens heimisch. Die Pflanze wächst auf trockenen oder auf sandig-tonigen Böden in der Nähe von Wasserläufen, auf Ödland, an Mauern und auf Weiden, in Höhen bis zu 3500 Mete. Wird auch in Feldkulturen angebaut.
DROGENGEWINNUNG: Das blühende Kraut wird ohne die holzigen Teile in den Monaten Juli und August abgeschnitten und an schattigen, gut gelüfteten Plätzen bei Temperaturen bis 35°C getrocknet.
BLÜTEZEIT: Juli bis September
ANWENDUNG: In der Spirituosenindustrie findet man diese Droge in sehr vielen Kräuterlikören. Man kann Wermutkraut sowohl als Mazerat, Digerat oder Perkolat verwenden als auch als Destillat verarbeiten. Destillation ist vorzuziehen. Die Extraktessenz ist aromatisch bitter, wermutartig.

Herstellung

Die Droge (Wermutkraut) wird in Weizenfeindestillat mazeriert, anschließend destilliert und auf Trinkstärke eingestellt.

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Reichhub, Mostviertel
  • Georg Hiebl

    Brenner | Mostviertel, Niederösterreich

    Georg Hiebl stammt aus einer Familie, die im niederösterreichischen Mostviertel seit Generationen Landwirtschaft betreibt. Der über 300 Jahre alte Vierkanthof liegt zwischen Streuobstwiesen und uralten Birnenbäumen.

     

    Als Georg Hiebl die Landwirtschaft von seinem Vater übernahm, hat er den Betrieb neu ausgerichtet, denn im Zeitalter industrialisierter Landwirtschaft sah er keine Zukunft für einen kleinen Betrieb ohne Spezialisierung. Die Entscheidung für den Ausbau der Brennerei war sowohl von leidenschaftlichem Interesse an Aromen als auch von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt. Seit 1997 widmet er sich ausschließlich der Destillation von Edelbränden.

     

    Von ersten Erfolgen angespornt, vertiefte er laufend sein Wissen um das Geheimnis der hochwertigen Destillate und begann, auch mit außergewöhnlichen Sorten zu experimentieren. Nach einer mehrjährigen Experimentierphase stieg er schnell zu einem der besten seines Faches auf. Er hat wohl mehr Auszeichnungen gewonnen als irgendein anderer seiner Zunft. Sechsmal holte sich Georg Hiebl die Gold- beziehungsweise Silbermedaille für die Gesamtbewertung bei der Destillata. Der IWSC in London ernannte ihn 2014 zum Boutique Distiller of the Year.