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Kräutergeist

Für das Freimeisterkollektiv hat Georg Hiebl eine Kräutergeist-Serie entwickelt, die sich vor allem für den erfahrenen Barkeeper als perfektes Werkzeug erweist. Der extrem intensive Geschmack dieser Destillate verleiht Cocktails eine komplexe geschmackliche Dimension, kann aber auch als Zutat einen klassischen Gin & Tonic neu definieren. Auch Köche und Patissiers verwenden diese Kräutergeiste gerne, um ihre Kreationen zu verfeinern.

Geruch

slightly menthol-like, slightly cooling, slightly bitter

Geschmack

blumig, orangenartig, holzig , harzig

Abgang

mentholig, leicht kühlend, leicht bitter

Zutaten

Frischer Rosmarin, Weizenfeindestillat

ROSMARIN Anthosblättcr (Folia Rosmarini)
STAMMPFLANZE: Rosmarinus officinalis Linné
FAMILIE: Lippenblütlergewächse (Labiatae)
VORKOMMEN: Der in Südeuropa und Mexiko heimische, immergrüne Rosmarinstrauch erreicht wildwachsend eine Höhe bis zu 3 m, kultiviert wird er dagegen nur meterhoch.
MERKMALE: Die nadelförmigen, etwa 30 mm langen und etwa 2- 4 mm breiten Blätter sind oberseits dunkelgrün, an der Unterseite weißfilzig und am Rande umgerollt. Sie haben einen würzigen Geruch und einen aromatisch bitteren, leicht kühlenden Geschmack.
BLÜTEZEIT: April/Mai/Juni.
SAMMELZEIT: Die Blätter werden während und nach der Blüte gesammelt.
BESTANDTEILE: Ca. 1,5 % ätherisches Öl, Gerbstoff, Bitterstoff.
ANWENDUNG: Die Verwendung der Droge beschränkt sich auf einige Kräuterliköre und Magenbitter. Üblich ist die Herstellung einer Extraktessenz sowie auch die Destillation. Extraktessenz: starker Kampfergeschmack, herb, bitter; Destillat: aromatisch, würzig, kühlend.

Herstellung

Jeder Hobbykoch kennt das Problem: frische Kräuter sind zwar eine wunderbare Zutat, doch ist der Geschmack meist extrem flüchtig. Georg Hiebl hat dafür eine Lösung gefunden. Er befüllt mehrere 50-Liter-Edelstahl-Kannen mit Weizenfeindestillat und fährt damit direkt auf das Feld. Dort schneidet er die Kräuter und legt sie sofort in Alkohol ein. So geht vom Aroma nichts verloren. Die frischen Kräuter werden noch am Feld mazeriert, alle Aromen können dadurch perfekt extrahiert werden.
Nach der Ernte bringt er die vollen Kannen in seine Brennerei und destilliert einen Geist, der ein unvergleichbar intensives Aroma aufweist und das Geschmacksbild der jeweiligen Kräuter absolut perfekt abbildet.

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Reichhub, Mostviertel
  • Georg Hiebl

    Brenner | Mostviertel, Niederösterreich

    Georg Hiebl stammt aus einer Familie, die im niederösterreichischen Mostviertel seit Generationen Landwirtschaft betreibt. Der über 300 Jahre alte Vierkanthof liegt zwischen Streuobstwiesen und uralten Birnenbäumen.

     

    Als Georg Hiebl die Landwirtschaft von seinem Vater übernahm, hat er den Betrieb neu ausgerichtet, denn im Zeitalter industrialisierter Landwirtschaft sah er keine Zukunft für einen kleinen Betrieb ohne Spezialisierung. Die Entscheidung für den Ausbau der Brennerei war sowohl von leidenschaftlichem Interesse an Aromen als auch von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt. Seit 1997 widmet er sich ausschließlich der Destillation von Edelbränden.

     

    Von ersten Erfolgen angespornt, vertiefte er laufend sein Wissen um das Geheimnis der hochwertigen Destillate und begann, auch mit außergewöhnlichen Sorten zu experimentieren. Nach einer mehrjährigen Experimentierphase stieg er schnell zu einem der besten seines Faches auf. Er hat wohl mehr Auszeichnungen gewonnen als irgendein anderer seiner Zunft. Sechsmal holte sich Georg Hiebl die Gold- beziehungsweise Silbermedaille für die Gesamtbewertung bei der Destillata. Der IWSC in London ernannte ihn 2014 zum Boutique Distiller of the Year.