DINKEL157

Wodka

Der Dinkel für diesen Wodka kommt von den Feldern von Georg Hiebls eigenem bio-zertifizierten Betrieb. Er destilliert den Brand so, dass die geschmackliche Vielfalt dieses Getreides im Vordergrund steht. Weiche nussige Noten vermischen sich mit Bittermandel-Aromen und einem öligen Mundgefühl.

Georg Hiebl wendet bei diesem Getreidebrand Destillationstechniken an, die beim Obstbrand zur Anwendung kommen und dazu dienen, die Aromen der Zutaten möglichst genau in eine Spirituose zu fassen. Die Herausforderung liegt nicht darin, bis zur Unkenntlichkeit hochdestillierten Alkohol zu erzeugen, sondern die sensorische Identität des Dinkels herauszuarbeiten.

Geruch

Eine nussige Note, Anklänge von Marzipan

Geschmack

Angenehm klare Süße, Anklänge von Röstkaramell und gebrannten Bittermandeln.

Abgang

Öliges Mundgefühl, leichte Bitternoten

Zutaten

Dinkel (Triticum aestivum subsp. spelta) ist eine Getreideart . Dinkel ist mit einem hexaploiden Chromosomensatz ausgestattet. Wildformen von Dinkel und Weichweizen sind nicht bekannt, weshalb man annimmt, dass er durch Mutation aus älteren Weizenarten wie dem Hartweizen (Triticum durum) mit vierfachem Chromosomensatz, dem Emmer (Triticum dicoccum) oder dem Einkorn (Triticum monococcum), einer steinzeitlichen Form, entstanden ist.
Dinkel kommt von den Feldern des bio-zertifizierten Betriebs von Georg Hiebl.

Herstellung

Wasser wird in der Brennblase auf 75 Grad Celsius ewärmt. Dem geschroteten Dinkel werden Enzyme hinzugefügt, um die Spaltung der Kohlenhydrate zu veranlassen. Nach 30 Minuten wird die Maische auf 55 Grad Celsius herabgekühlt, die Enzyme für die Stärkeverzuckerung werden hinzugefügt. Anschließend wird die Maische auf 25 Grad Celsius gehalten und Hefe hinzugefügt.

Die Maische fermentiert vier Tage und muss dann sofort gebrannt werden, damit die Bildung negativer Aromen wie Essigsäuren vermieden werden. Gebrannt wird auf einer 150 Liter-Anlage. Für seine Getreide- und Pseudogetreidebrände schaltet Georg Hiebl die Kolonne mit den Verstärkerböden aus. Nach der ersten Destillation hat der Rauhbrand etwa 25 Prozent Alkohol. Anschließend wird der Feinbrand zu einer Alkoholstärke von circa 80 Prozent destilliert.

Georg Hiebl sagt, dass diese zweifache Destillation ohne Kolonne seinen Getreidebränden „am Körper mehr Fett“ gibt, sie vollmundiger und aromatischer schmecken lässt. Beim Feinbrand trennt Hiebl den hochwertigen Mittellauf von Vor- und Nachlauf ausschließlich sensorisch. Hiebl meint, dass Temperaturmessungen hier nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

h
Reichhub, Mostviertel