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Kaffeelikör

Mit dem deutsche „Third Wave of Coffee“- Pionier Ralf Rüller haben wir uns für einen Kaffee aus dem Westen Ruandas entschieden: für das Lot #58 aus MAHEMBE. Er röstet diese Bohnen „grüner“ als die typischen Espressomischungen, um die intensiven und floralen Noten zu bewahren.

Aus diesem Kaffee mit Geschmacksnoten von Kakao, Muskatnuss und süßer Kirsche kreiert Josef Farthofer im österreichischen Mostviertel zwei sehr unterschiedliche Spirituosen. Einerseits destillierte er für das Freimeisterkollektiv nach KOCHERE NATURAL und KANGUNU AA wieder einen Kaffeegeist. Als Kontrast dazu machte er aus dem gleichen Kaffee einen Kaffeelikör. Diese beiden Spirituosen heben sehr unterschiedliche Aspekte der geschmacklichen Komplexität dieser herausragenden Bohnen hervor.

Zutaten

Kaffee (MAHEMBE Roter Bourbon), MAHEMBE-Kaffeegeist, Zucker.

MAHMBE ist ein Roter Bourbon-Kaffee, eine Sorte, die aus Arabica-Kaffee kultiviert wurde. Arabica Coffea hat den Ursprung in Äthiopien, wurde in Jemen weiter gezüchtet und von den Franzosen ab dem 18. Jahrhundert auf der Insel Bourbon (heute Réunion) als Kulturpflanzen-Sorte Bourbon angebaut. Von dort aus wiederum verbreitete sich diese Kaffee-Sorte in Afrika und Lateinamerika. Diese Pflanze wächst bevorzugt in einer Höhe von 1.100 bis 2.000 Meter. Die Farm, die diesen Roten Bourbon in Ruanda anbaut, liegt zwischen 1.700 und 1.900 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Kaffee MAHEMBE Lot #58 kommt aus dem Distrikt Nyamasheke in der Westlichen Provinz. Der Leiter Justin Musabyiama ist auf dieser Farm geboren und kehrte nach dem Genozid in 1994 zurück. Er begann die 11.600 Pflanzen umfassende Farm wieder aufzubauen. In 2008 baute Justin Musabyiama eine eigene Verarbeitungsstation. Bereits im ersten Jahr der vollen Produktion hat MAHEMBE den 4. Platz beim Cup of Excellence in Rwanda eingenommen.

  • Josef Farthofer

    Brenner | Mostviertel, Niederösterreich

    Josef Farthofer ist Landwirt und leidenschaftlicher Brenner. Sowohl seine Landwirtschaft als auch Brennerei stellte er bereits sehr früh auf Bio um. Nicht nur sind die Rohstoffe im Hause Farthofer bio. Beim Produktionskreislauf achtet er streng darauf, möglichst viele Rohstoffe selbst anzubauen, Nebenprodukte wie Schlempe effizient weiterzuverwenden oder beispielsweise die Abwärme, die beim Brennen entsteht, ins Gemeindenetz für die Versorgung von öffentlichen Einrichtungen einzuspeisen. Das kristallklare Wasser für die Brände stammt von einer sich im Familienbesitz befindlichen Trinkwasserquelle im benachbarten Mühlviertel. Auf dem Grundstück um die Quelle betreibt Josef Farthofer seit bald 20 Jahren zusammen mit dem WWF und dem Land Oberösterreich ein Naturschutzprojekt, welches die Wiederansiedelung seltener Wiesenbrüter-Vögel zum Ziel hat.

    Seine Experimentierfreudigkeit und Kreativität bringen immer wieder neue, außergewöhnliche Produkte hervor. Ende 2012 gewann Farthofer die IWSC-Medaille und die begehrte International Wine and Spirit Trophy London für seinen O-Vodka als besten Wodka der Welt in der Kategorie 40 Prozent Alkohol, unflavored. Sein O-Gin wurde bei bei den Craft Spirits Awards 2015 mit Gold ausgezeichnet.

  • Ralf Rüller

    Kafferöster | Berlin

    Ralf Rüller arbeitete im Finanzwesen und als Schauspieler, bevor er in Berlin die visionäre Kaffeerösterei The Barn gründete und zu einem der Pionier der Third Wave of Coffee wurde. Nach einer Ausbildung bei den renommierten Kaffee-Experten von Square Mile in London und Tom Wendelboe in Oslo entwickelte er sein puristisches, an die nordische Tradition anknüpfendes Konzept.

    Seine Kaffeebohnen bezieht er vornehmlich direkt von Kleinbauern und Kooperativen. Rüller röstet in kleinen Mengen für den handverlesenen Weiterverkauf, schonend bei niedrigen Temperaturen von circa 170 Grad bis 200 Grad Celsius. So hebt er den jeweiligen Charakter der Kaffeebohnen (Bouquet, Aroma, Süße, Säure, Mundgefühl, Nachgeschmack, Balance, Reinheit) bestens hervor.